Ihr Kinderwunsch

Ihr Kinderwunsch – Beratung, Untersuchung und Behandlung

In Deutschland leben rund zwei Millionen Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Diese Zahl steigt stetig.
Die Inzidenz für habituellen Aborte liegt bei 3-5%. Diese Diagnose wird gestellt, wenn die Frau drei Fehlgeburten unter der 20. SSW hatte.


Statistisch verteilen sich die Ursachen mit jeweils 30-40% gleichermaßen auf Mann und Frau.


Aus diesem Grund empfehlen wir die Untersuchung für beide Partner gleichzeitig.

Die Ursachen sind vielfältig und nicht immer erkennbar (idiopathische Unfruchtbarkeit).
Mögliche Ursachen in Zusammenhang mit Untersuchung/Behandlungsoptionen möchte ich Ihnen darstellen.

Anatomische Ursachen:

 

  • Fehlbildungen von Genitalorganen
  • Polypen
  • Adhäsionen
  • Myomen
  • PCO Syndrom
  • Endometriose

 

Sind mit Ultraschalluntersuchung oder mittels Hysteroskopie (bzw. Laparoskopie) erkennbar.


Genetische Ursachen:

Ich berate Sie bei genetischen Fragen, unerfülltem Kinderwunsch und informiere Sie über medizinische Zusammenhänge angeborener, genetischbedingter Erkrankungen oder Behinderungen.

Gerne unterstütze ich Sie bei Ihrer individuellen Entscheidung.

 

Chromosomale Anomalien, Alter der Frau werden berücksichtig.

Zur Abklärung gehören Humangenetische Beratung des Paares und Preimplantationsdiagnostik (PID).


Infekte:

Viele Viren und Bakterien sind bei Unfruchtbarkeit schuldig.
Dazu gehören, z.B. Chlamydia trachomatis, Ureaplasma urealitikum, Mykoplasma hominis und viele andere Keime. Die sind mit dem PCR Abstrich auffindbar.


Die Infekte verursachen Endometritis
(Entzündung der Gebärmutterschleimhaut), was die Embryoeinnistung verhindert und zum Abort führt.

Meist geht die Entzündung ohne jegliche Beschwerden einher.

Diagnostik: Endometriumbiopsie mit uteriner Plasmazellen-Bestimmung (Marker einer chronischen Endometritis) mittels Pipelle. Pipelle ist ein dünner Schlauch.

Die Biopsie wird ambulant, ohne Narkose und schmerzlos durchgeführt.


Die Infekte sind auch die Ursache für den Eileiter Verschluss.
Um zu prüfen, ob ein oder beide Eileiter durchgängig sind, wird ambulant eine schnelle und aussagekräftige Untersuchung durchgeführt – Tubendarstellung mittels HYCOSY unter Ultraschallkontrolle.

Diese Untersuchung kann zwischen den 6. und 12. Zyklustag durchgeführt werden, das Ergebnis steht sofort fest. Vor und 2 Tage nach dieser Untersuchung soll man die Geschlechtsverkehre vermeiden.


Die Infekte sind für die Kindsentwicklung gefährlich.

Endokrinologische Ursachen:

Bei der Patientin erfolgen die Abklärung und ggf. medikamentöse Regulation des weiblichen Hormonhaushaltes. Oft kann dadurch eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg entstehen.
Zur endokrinologischen Abklärung gehören einige Hormone zu bestimmen, vor allem TSH, fT3, fT4 sowie die Schilddrüsen-Autoantikörper.

Welche Hormonwerte genau überprüft werden sollten, entscheide ich individuell für jede Patientin.

Immunologische Ursachen:

Alloimmunologische Untersuchungen wie z.B. Analyse der:

  • uNK-Zellen – uterine natürliche „Killer-Zellen“. Etwa 20-30% der Patientinnen mit Einnistungsversagen oder wiederkehrenden Fehlgeburten eine erhöhte Anzahl an uNK-Zellen aufweisen.
  • Uterine regulatorische T-Zellen – gehören zur Gruppe T-Lymphozyten, die Toleranz des Immunsystems gegenüber dem Embryo fördern. Eine Verminderung der T-Zellen wirkt sich negativ auf Embryoeinnistung und die Schwangerschaftsentwicklung aus.
  • Andere Marker innerhalb von Studien
  • Ausschuss Anti-Phospholipid-Syndrom (interdisziplinär)

 

Thrombophilie als Ursache:

Koagelbildung (Thromben) in kleinen Gefäßen verursachen die Durchblutungsstörung in den Genitalorganen. Die Gebärmutterschleimhaut bekommt weniger Nahrung, wirkt als schlechte Plato für die Embryoeinnistung. Diese führt zur Fehlgeburt.

Psychische oder Psychosomatische Ursachen:

Die ständige innere Spannung und ausgeprägter Erwartungsdruck lösen Stress aus.
Oft entspannungsfördernde Maßnahmen bis hin zur psychotherapeutischen Unterstützung können behilflich sein.

Männliche Ursachen:

Sind vielfältig und gehören zur Abklärung beim Andrologen. Die häufigste Ursache beim Mann ist das schlechte Sperma.


Untersuchung der Samenflüssigkeit des Mannes nach aktuellen WHO-Kriterien, zusätzlich Spermiogramme mit Vitaltest zur Unterscheidung zwischen unbeweglichen und nicht vitalen Spermien bieten wir in unserer Praxis an.


Behandlungsmöglichkeiten, die wir für Sie in unserer Praxis anbieten:

 

  • Ovarielle Stimulation bei Eireifungsstörung (mit Follikelmonitoring) mittels Tabletten oder Homöopathischen Mittel
  • Intrauterine Insemination in natürlichem Zyklus oder nach Stimulation. Zum Zeitpunkt des Eisprungs werden aufbereitete Samenzellen des eigenen Partners direkt in die Gebärmutterhöhle mittels dünnen Schlauchs eingebracht.
  • Behandlung der chronischen Endometritis mittels Antibiotika in Kombination mit Eigenbluttherapie (die stärkt die Immunabwehr)
  • Therapie bei Immunologischen Ursachen
  • Therapioptionen bei Übergewicht, Insulinresistenz, Hypothyreose, anderen Hormonstörungen
  • Vorbereitung für die gesunde Schwangerschaft (Vitamine, Diät, Sport)
  • Blutegeltherapie (bessert Durchblutung in Genitalien, löst die Verwachsungen, lindert Thrombosebildung, verstärkt den immunologischen Status, behandelt Zysten und Endometriose)
  • Behandlung mittels Homöopathischen und Naturheilkundlichen Methoden
  • Gynäkologische Massage bei Verwachsungen, nach Entzündungen, bei anatomischen Besonderheiten, bei chronischen Unterbauchschmerzen

 

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